Morbid-territories

Gießerei Koblenz

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Gießerei Koblenz

Zum zweiten mal besuche ich einen Ort, bei dem mir leichte Kopfschmerzen durch die leeren Hallen begleiten. Denn es liegt kein Segen hier begraben. Eher spürst du schon im Vornherein, dass hier nichts mit rechten Dingen zugeht. Zurecht, denn hier ereignete sich ein grausamer Mord. Die Stille, die einen hier begleitet leitet einen irgendwann in den Keller der Industriebrache. Und am dortigen Ende steht, was man in den Nachrichten lesen konnte: "Im Keller, in einer Art großem Ofen, stoßen die empfindlichen Nasen auf die letzten Überreste eines menschlichen Körpers."- DerWesten.de. Hier tötete 2011 ein 25 Jähriger seinen Vater. Die Leiche musste nicht obduziert werden, um massive Gewalteinwirkung festzustellen. Mittlerweile war es dunkel geworden. Im Schein der Taschenlampen tanzen Schatten wie Geister umher, die dich scheinbar vertreiben wollen. An einem Ort der Ruine stehen dargelassene Autos. Raritäten. Russische Militärgefährte. Weiter in die Geschichte eingetaucht finde ich sogar einen Bunker, der wie alle anderen auch mit Dreck zugemüllt ist. Wieder rausgekrochen fällt uns ein Licht im Nachbargebäude auf. In diesem Fenster sitzt eine Puppe, die uns anstarrt. Entweder spukt es hier tatsächlich, oder jemand versucht uns Angst einzujagen. Wir laufen unbeirrt wieder zum Auto. Eine Woche später wird mein wiederkehrender Kollege an diesem Ort von der Polizei gefasst. Betreten von Privateigentum.


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